Raspberry Pi wird zwei

RaspberryPi

Der Einplatinen-Computer im Scheckkarten-Format hat gleich drei Gründe zum feiern. Zum einen ist er nun zwei Jahre alt geworden und konnte in dieser Zeit eine Vielzahl von Menschen begeistern. Sei es durch das Auslösen von Projekt- und Experimentierfreudigkeit oder einfach nur als stromsparender, nützlicher Assistent für bestimmte Aufgaben im eigenen Netzwerk oder rund ums Haus.

Raspberry Pie - Himbeerkuchen

Zum anderen hat man jetzt auch die Marke von 2,5 Mio. verkauften Exemplaren überschritten. Das ist ein toller Erfolg; nicht zuletzt, weil die Raspberry Pi Foundation mit einem Teil der Einnahmen auch eine Vielzahl von Open-Source-Projekten unterstützt.

raspberry-pi-logo

Als dritten und letzten Punkt sollte auch noch das Geschenk von Broadcom angesprochen werden. Denn der Hersteller des auf dem Raspberry Pi verbauten SoC (System-on-a-Chip) hat nun die Dokumentation und den Treibercode für den SoC BCM21553 offen gelegt. Somit kann jetzt auch ein freier Grafiktreiber für den beim RasPi verwendeten bauähnlichen BCM2835 entwickelt werden.

Raspberry Pi bekommt ISM-Transceiver

Der Hersteller Ninja Blocks hat jüngst eine Platine für den beliebten Mini-Computer im Scheckkarten-Format vorgestellt. Diese auf den Namen Pi Crust getaufte Erweiterung lässt sich auf die GPIO-Schnittstelle des RasPi aufstecken und bietet neben Status-LEDs und fünf Steckplätzen für Arduino-Shields auch einen ISM-Band-Transmitter.

pi-crust

ISM steht für Industrial, Scientific and Medical Band und findet neben den für diese Abkürzung stehenden Bereichen auch in der Hausautomation Anwendung. Es lässt sich also erahnen, was mit dieser kleinen Erweiterung alles möglich werden kann. Gefunkt wird bei diesem Standard auf dem 433 MHz-Frequenzband.

Erhältlich ist das Pi Crust für 49 US-Dollar unter folgender Adresse: ninjablocks.com

Launch von Raspifeed.de

Am heutigen Sonntag ist der News-Aggregator Raspifeed.de an den Start gegangen.

Raspifeed-Logo

Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, sammelt die Site sämtliche Artikel von angemeldeten Blogs über den Raspberry Pi via RSS-Feed ein und verlinkt sie. Auf diese Weise erhält man eine reichhaltige Auswahl an Tutorials und News über den beliebten Mini-Computer im Scheckkarten-Format.

raspberry-pi-logo

Während bis zum heutigen Tage nur eingeladene Blogger Zugriff auf die Seite hatten, können sich nun auch alle anderen Besucher über die bereits bis jetzt über 230 Artikel aus 16 Blogs freuen. Es sind – trotz der relativ kurzen Aufwärmphase – schon viele qualitativ hochwertige Artikel zusammengetragen worden.

Wenn du dich auch mit dem Raspberry Pi beschäftigst und über ihn bloggst, melde dein Weblog doch einfach auf Raspifeed.de an.

ownCloud auf einem Raspberry Pi beschleunigen

Ist euch auch schon aufgefallen, dass ownCloud auf einem Raspberry Pi häufig langsam und träge reagiert? Dann solltet ihr die folgenden beiden Punkte unbedingt ausprobieren!

ownCloud_Logo

Schon mit wenigen Handgriffen kann man durch das Deaktivieren nicht benötigter Apps einen spürbaren Geschwindigkeits-Zuwachs verzeichnen. Reduziert also die aktiven Apps auf das persönlich notwendige Minimum.

Ein weiterer Performance-Schub ist durch das Erstellen eines Cronjobs möglich. Während standardmäßig mittels AJAX eine Aufgabe pro geladener Seite ausgeführt wird, bietet das Administrator-Menü als dritten und letzten Auswahlpunkt Cron an.

Hiermit sagt ihr ownCloud, dass die cron.php nunmehr durch einen lokalen Cronjob aufgerufen wird. Dies verschlankt die Abläufe im Browser enorm.

Doch dieser Cronjob muss zunächst definiert werden. Hierfür öffnen wir die Konsole und geben den folgenden Befehl ein:

sudo crontab -e

Damit gelangen wir mittels nano-Editor in die Task-File. Mit Strg+V scrollen wir bis ans Ende der Datei und fügen folgende Zeile ein:

*/1 * * * * php -f /var/www/cron.php

Den Pfad zur cron.php müsst ihr unter Umständen noch an eure lokalen Gegebenheiten anpassen.

Jetzt beenden wir den Editor mit Strg-X und bestätigen die Abfrage mit Y und Datenfreigabe. Wenn alles erfolgreich verlaufen ist, sollte die cron.php einmal pro Minute aufgerufen werden. Sofern aktiviert, kann man sich im Cron-Log davon überzeugen.

Das war es auch schon. Wenn ihr euch nun das nächste mal bei ownCloud einloggt, werdet ihr merken, dass alles viel zügiger vonstatten geht.

Intel’s MinnowBoard mit Atom-CPU

Der von der britischen Insel stammende Mini-Computer Raspberry Pi bekommt Konkurrenz, denn Intel hat sich von der Beliebtheit des Scheckkarten-großen Computers mit dem Himbeer-Logo inspirieren lassen und brachte nun selbst einen kleinen Stromsparer heraus.

Auf dem ca. 10,7 x 10,7 cm großen Board werkelt ein Atom E640 32bit-Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz und Hyper-Threading-Technologie. Dieser Prozessor könnte gerade für Nutzer interessant sein, die eine x86-Architektur benötigen. Im Vergleich zu seinem britischen Pendant hat man dem MinnowBoard gleich das doppelte an Arbeitsspeicher spendiert, nämlich genau 1 Gigabyte DDR2-RAM. Des weiteren verfügt der kleine Mini-Computer über 4 MB Flash-Speicher onboard, einen MicroSD-Karten-Slot, einen USB-Port und eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Wie man es schon vom RPi kennt, hat auch das MinnowBoard GPIO-pins für experimentier-freudige Programmierer.

Als Betriebssystem kommt die Open Source-Distribution Angstrom Linux zum Einsatz.

Der Preis für das MinnowBoard liegt aktuell bei ca. 150 EUR, das ist ungefähr das vierfache im Vergleich zum Raspberry Pi.