HimbeerZeit auf Twitter

Seit gestern ist mein Raspberry Pi nun auch bei Twitter tätig. Nach vielen guten Diensten, die er mir im Netzwerk bereits als Tor-Node, Proxy-Server u.v.m leistet, habe ich mich nun ein wenig mit der automatisierten Zwitscherei beschäftigt.

Herausgekommen ist ein Service, der alle 15 Minuten die aktuelle Uhrzeit tweetet. Ebenso wird der aktuelle Tag des Jahres und die Kalenderwoche (KW) angegeben. So hat man als Follower immer die Zeit im Blick.

Die Hardware setzt sich wie folgt zusammen:

Software-technisch realisiert wurde dies unter Raspbian „wheezy“ mittels der Programmiersprache Python und den unter Linux gebräuchlichen Cronjobs.

raspberry-pi-logo

Zu finden ist der Dienst – passend zum Logo des Raspberry Pi – unter dem Namen @HimbeerZeit.

Remote-Desktop-Verbindung zum Raspberry Pi

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Raspberry Pi zuzulegen, dem ist mit Sicherheit auch schon durch den Kopf gegangen, auf welche Art und Weise dieser ohne zusätzlichen Bildschirm administriert werden kann.

Wenn ein TV-Gerät für den Anschluss über HDMI oder Cinch nicht am Aufstellort des RasPi steht, kann man alternativ via SSH (Secure Shell) oder RDP (Remote Desktop Protocol) darauf zugreifen. Während der SSH-Daemon standardmäßig bei Raspbian „wheezy“ mit an Bord ist und lediglich in der anfänglichen RasPi-Config aktiviert wird, muss der RDPd nachträglich installiert werden.

Dazu führt man mittels Terminal (oder Shell) im Rahmen der Ersteinrichtung folgende Befehle nacheinander aus:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install xrdp

xRDP sollte nach der Installation automatisch gestartet sein. Damit wäre Linux-seitig die Sache auch schon eingerichtet.

Von Windows aus wird nun mittels der Remote-Desktop-Verbindung ein Profil eingerichtet. Als Computer wird der Hostname oder die IP-Adresse des RPi eingetragen. In meinem Fall habe ich dem Mini-Computer den Hostnamen ownCloud verpasst. Eure IP-Adresse für Gerät eth0 könnt ihr in der Shell über den Befehl ifconfig heraus finden.  Als Benutzername wird wie gewohnt „pi“ erfasst.

Remotedesktopverbindung

Nach einem Klick auf „Verbinden“ solltet ihr folgendes Login-Fenster sehen:

xRDP

Das Module belasst ihr auf sesman-Xvnc und gebt einfach den gewohnten User ein. Solltet ihr es noch nicht geändert haben, so lautet das Standard-Passwort „raspberry“. Anschließend könnt im Connection-Log mitverfolgen, ob die Verbindung erfolgreich zustande gekommen ist.

Nicht wundern, wenn sich der Desktop „Block-weise“ aufbaut. Dies ist nunmal der Leistung des Raspberry Pi geschuldet. Über eine SSH-Verbindung lassen sich erforderliche Installations- und Wartungsarbeiten deutlich flüssiger und schneller durchführen. Dies sollte dann auch die bevorzugte Methode sein, wenn man keine Desktop-Umgebung benötigt.

SSH-Client für Android & iOS

server-auditor-logoWer auf der Suche nach einem mobilen SSH-Client für das iPad oder Android-Tablet ist, der sollte sich die Applikation namens Server Auditor unbedingt ansehen. Damit lässt sich auch von unterwegs eine verschlüsselte Verbindung zu einer Kommandozeile, wie z.B. auf einem Root-Server in einem entfernten Rechenzentrum, herstellen. Die App ist sowohl bei Apple iTunes, als auch Google Play kostenlos erhältlich.

Dieser Secure Shell-Client bringt unter anderem folgende Features mit:

  • Mehrere, simultane Verbindungen
  • Historie & Favoriten
  • Ausrichtung im Hoch- oder Querformat
  • Anpassbare Farben und Schriftarten
  • Simulierte Alt-, Esc-, Strg bzw. Ctrl-Tasten
  • Login-/Passwort-Management
  • Gesten-Steuerung

Die App ist übrigens auch für das iPhone und Android-Smartphones verfügbar.

Mein Raspberry Pi samt Zubehör

Seit dieser Woche ist es endlich soweit. Denn da ist mein bestellter RasPi und alles was für den Betrieb nötig ist angekommen. Ich habe mich für folgende Hardware-Konfiguration entschieden:

Der Einplatinen-Computer oben genannten Typs von der gleichnamigen Raspberry Pi Foundation verfügt über das Ein-Chip-System BCM 2835 von Broadcom mit einer CPU-Taktgeschwindigkeit von 700 MHz und der GPU namens VideoCore IV.

Das Board hat des Weiteren 512 MB SD-Ram, einen 100 MBit Ethernet-Anschluss, zwei USB-2.0-Ports, einen Video-Cinch-Ausgang und einen HDMI-Anschluss, über welchen in H.264 codierte Filme in 1080p wiedergegeben werden können. Wer sich also für Raspbmc als XBMC und Linux-basiertes Betriebssystem entscheiden sollte, kann später seine Urlaubsvideos in Full-HD im heimischen Wohnzimmer betrachten.

Geräusche gibt der Mini-Computer übrigens keine von sich, schließlich ist alles lüfterfrei und auch sonst ohne rotierende Teile wie es bei einer 3,5″-Festplatte der Fall wäre. Der Raspberry Pi setzt beim Speichermedium schlicht und einfach auf eine SD-Karte.

raspberry-pi-logo

Hinsichtlich des OS habe ich mich für Raspbian „wheezy“ entschieden, einer Variante, die auf der Debian Linux Distribution basiert. Grundsätzlich kann man jedes Betriebssystem installieren, welches mit der ARM-Architektur zurecht kommt. Es wäre also auch IPFire denkbar, wenn man den Raspberry Pi als Proxy, Firewall, VPN-Gateway u.v.m. einsetzen möchte.

Der Stromverbrauch des RPi liegt gerade einmal bei 3,5 Watt. Bei den heutigen Strompreisen (ca. 25 Cent je kWh) und einem Jahresverbrauch von 30,66 kWh bedeutet dies, dass uns der laufende Betrieb noch nicht einmal 8 EUR p.a. kostet. Somit wird nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt geschont.

Entwickler und Hobby-Bastler kommen durch die GPIO-Schnittstelle ebenfalls auf ihre Kosten. Darüber lassen sich LEDs, Erweiterungen und diverse elektronische Bauteile ansteuern. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Bei YouTube finden sich viele solcher Videos, einfach mal vorbei schauen.

Über die Software-mäßige Einrichtung werde ich in einem späteren Artikel berichten.