Google-Alternative: DuckDuckGo

Seit dem Bekanntwerden der Überwachungs-Programme von verschiedenen Geheimdiensten wie CIA, NSA etc. durch den Whistleblower Edward Joseph Snowden, machen sich immer mehr Benutzer Gedanken um Ihre Privatsphäre im Netz. Während Cloud-Anbieter sinkende Nutzer- und damit Umsatzzahlen befürchten, sorgen die Begrifflichkeiten PRISM, Tempora, und Co. für einen Besucherzuwachs bei Datenschutz-orientierten Diensten.

GoogleLogo

Es ist bekannt, dass zum Beispiel der Primus unter den Suchmaschinen u.a. den Suchverlauf speichert, Cookies setzt, Geräte-übergreifende Verknüpfungen anlegt und vieles mehr. Was auf den ersten Blick nach einem Komfort für die Benutzer aussieht, birgt auf der anderen Seite die Gefahr, dass sog. Bewegungsprofile erstellt werden können. Sowohl hinsichtlich der Interessen im Netz, als auch im Real Life durch die Ortungsfunktionen bei Smartphones.

DuckDuckGo

Genau hier möchte die Google-Alternative DuckDuckGo ansetzen. Nach eigenen Aussagen speichert diese weder die IP-Adressen ihrer User, noch legt sie Cookies auf deren Geräten ab. Zwar gibt auch DuckDuckGo auf Anfrage von Behörden bestimmte Daten heraus, da jedoch keine Benutzer- oder Geräteinformationen gespeichert werden, beschränkt sich die Preisgabe von Informationen auf ein Minimum.

DuckDuckGo ist übrigens die Standard-Suchmaschine des Webbrowsers Midori, welcher unter Raspbian „wheezy“ für den Raspberry Pi integriert ist.

Keine Drosselung bei Unitymedia und Vodafone

unitymedia-logoDie Deutsche Telekom führt ab dem 2. Mai ein Speed-Limit bei Überschreitung einer bestimmten Traffic-Schwelle ein. Dies soll zunächst nur für Neukunden gelten, Bestandskunden werden aber voraussichtlich 2016 nachgezogen.

Das bedeutet je nach DSL-Tarif, dass z.B. ab 75 Gigabyte (GB) Transfervolumen im Monat die Geschwindigkeit auf 384 Kilobit (kbit) pro Sekunde reduziert wird. Das entspricht quasi UMTS-Geschwindigkeit und der Benutzer würde ab dann für ein simples Windows-Update von 50 Megabyte (MB)  fast 20 Minuten Downloadzeit benötigen. Ohne Speed-Limit wäre das normalerweise eine Sache von wenigen Sekunden. Begründet wird der Entschluss mit immer höheren Geschwindigkeiten bei gestiegenem Kostendruck auf der Providerseite.

vodafone-logoDas es auch anders geht hat Unitymedia und Vodafone (via) nun verkündet. Dort distanziert man sich – wie ich finde korrekterweise – von einem derartigen Geschäftsmodell im Breitbandnetz. Dies wäre unter dem Gesichtspunkt immer schnellerer Anbindungen, in der Regel mehr als nur einem Computer pro Haushalt, hochauflösenden (Youtube-)Videos und Spiele-Updates, welche gut und gerne mehrere Gigabyte groß sein können ein Rückschritt und erinnert entfernt an das Kleingedruckte bei Mobilfunktarifen. Mit dem Unterschied, dass diese Politik dort nachvollziehbar und mit dem massiven Netzausbau erklärbar ist.