WLAN optimieren

wlanEs gibt heutzutage kaum ein Gerät, welches ohne die drahtlose Netzwerktechnik auf den Markt gebracht wird. Sei es ein Smartphone, Tablet, Notebook, Spielekonsole, Internet-Radio, Fernseher oder Media-Player. Die Liste kann fast endlos fortgeführt werden. Klar, es ist praktisch wenn man in jedem Raum und sogar im Garten mit Internet versorgt ist, doch es bringt gleichzeitig auch mehrere Probleme mit sich.

Man findet in der Regel eine heterogene Systemlandschaft vor, da ältere Geräte nur wenige Standards unterstützen, wohingegen neuere auch auf alternative Frequenzen ausweichen können. Es kann also durchaus Sinn machen,  über den Kauf eines neuen WLAN-Routers nachzudenken. Häufig sind die vom DSL-Provider mitgelieferten nämlich keine glückliche Lösung und die ganze Problematik wird durch diese 0815-Router eigentlich nur zusätzlich verschärft. Im Endeffekt leiden die Benutzer – sofern es ihnen auffällt – unter den langsamen WLAN-Verbindungen. Für den Provider ergibt sich durch die Plug ’n Play-Technik natürlich weniger Supportaufwand. Doch was kann man tun?

Die meisten Funknetze werden heutzutage im 2,4 GHz-Modus betrieben. Dieses Frequenzband mit seinen 13 Kanälen ist jedoch gerade in Ballungsgebieten teilweise stark überlastet. Die Folge ist, dass sich die Funknetze gegenseitig stören. Man sollte das genauer untersuchen und einen von der Voreinstellung im Router abweichenden Kanal wählen. Die FRITZ!Box zum Beispiel kann benachbarte Funknetze grafisch darstellen. Im Idealfall nimmt man einen Kanal der möglichst weit entfernt von anderen Netzen ist. Als Software-Alternative zur Analyse der WLAN-Umgebung eignet sich das Programm inSSIDer.

Auch der Aufstellungsort ist entscheidend. Der Router sollte nicht in der hintersten Ecke versteckt werden, sondern möglichst „Sichtkontakt“ zum verwendeten Gerät haben. Ideal wäre zum Beispiel, wenn dieser an der Decke oder möglichst weit oben installiert wird. Nicht immer direkt vermeidbar, aber dennoch erwähnenswert: Stahlbeton und feuchte Wände absorbieren die Funkstrahlung. Letztere deshalb, weil 2,4 GHz der Resonanzfrequenz von Wasser entspricht. Auch Mikrowellen, DECT-Telefone und metallische Gegenstände wirken sich negativ auf die Übertragungsqualität aus.

Damit wären wir auch schon beim nächsten Optimierungspunkt: Das Frequenzband.
Ein Ausweichen auf den 5 GHz-Betrieb bietet neben höheren Datenübertragungsraten auch den Vorteil, dass dieser Bereich kaum von den üblichen Anwendern genutzt wird. Ein Wechsel ist jedoch nur möglich, wenn erstens der Router diesen Modus unterstützt und zweitens alle Endgeräte hierfür ausgelegt sind. Dies muss im Vorfeld überprüft werden. Möchte man 2,4 GHz und 5 GHz simultan nutzen, so ist ein Dual-Band-fähiger Router erforderlich. Ein Beispiel für den Kabelanschluss ist die FRITZ!Box 6490.

Wenn sich der zu versorgende Bereich sehr weit erstreckt, kann man auch den Einsatz eines Repeaters in Betracht ziehen. Im Gegensatz zu dem, was viele häufig behaupten: Ein WLAN-Repeater verstärkt das Signal nicht. Dies ist schon aus regulierungs-technischen Gründen nicht zulässig. Vielmehr wird er als eigenständiger Client am Router angemeldet und bietet WiFi-Geräten wiederum die Möglichkeit, sich an ihm anzumelden. Dies hat zur Folge, dass sich der versorgte Bereich nahezu verdoppelt, die Übertragungsrate jedoch halbiert wird, weil sämtlicher Netzwerk-Traffic nicht mehr direkt zum Router geht, sondern über den Repeater abgewickelt wird.

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