iOS 9.3 macht PDF-Mediathek in iBooks möglich

pdf-iconEin auf der Keynote vor wenigen Tagen nicht sonderlich erwähntes Feature, aber dennoch von Besitzern, welche ein iPhone und iPad gleichzeitig im Einsatz haben, sehr zu begrüßende Neuerung verbirgt sich nun in der integrierten Bücher-Applikation von iOS 9.3.

Die Rede ist von der iBooks-App, welche es zwar seit  eh und je möglich machte, über iTunes gekaufte Bücher sowohl auf dem einen, als auch auf dem anderen Gerät zu lesen, dies jedoch nicht automatisch für individuell dort abgelegte PDF-Dateien gelten ließ. Dies hat sich nun geändert.

Denn durch die Nutzung der iCloud werden – sofern der Nutzer dies wünscht – die PDF-Dateien automatisch auf den Apple-Servern gespeichert und mit den eigenen Geräten synchronisiert. So ist auf allen Devices stets der gleiche Informationsstand sichergestellt. Gerade für Viel-Nutzer des weit verbreiteten PDF-Formats dürfte mit dieser Funktion ein Meilenstein erreicht werden.

icon_ios93Neben dieser gab es auch diverse weitere iOS-Implementierungen wie beispielsweise einem Nachtmodus, welcher einen Blaulichtfilter realisiert und so ein angenehmeres Lesen am iDevice in den Abend- und Nachtstunden möglich macht. Zudem führte Apple auch gesicherte Notizen ein, um diese bei Bedarf mit einem Passwort und Touch ID vor unerwünschten Blicken zu schützen. Weitere Optimierungen gab es unter der Haube für die Music-, CarPlay- und Health-App.

ownCloud: Bug Bounty Program

Für die wohl am meisten genutzte Open Source Cloudlösung wurde ein Programm ins Leben gerufen, welches Sicherheitsforschern die Möglichkeit einräumt gefundene Fehler an das ownCloud-Projekt zu melden.

ownCloud_Logo

Hierzu bedient man sich der Plattform HackerOne um die eingegangenen Meldungen zu verwalten und die Auszahlung (sollte der Hinweis Zustimmung finden) vornehmen kann.

Die Höhe der Belohnung richtet sich dabei nach einem drei-stufigen Impact-Modell:

  • Critical: $250-$500
  • Medium: $50 – $250
  • Low: $0 – $50

Verglichen mit Google, Dropbox und Co. handelt es sich zwar um vergleichsweise niedrige Beträge, angesichts der starken Verbreitung von ownCloud ist die Installation des Bug Bounty Program aber dennoch zu begrüßen.

Android ruft keine eMails ab

android_robotSicherlich nutzt ihr auf eurem Android-Smartphone auch die Stock eMail-App. Ich hatte das Problem, dass ich zwar Mails senden konnte, wenn mir aber jemand geschrieben hat, wurde die Nachricht nicht angezeigt. Weder gemäß der Abruf-Einstellungen, noch wenn ich manuell auf neue eMails überprüft habe.

Die Lösung war einfach. Aufgrund diverser Akku-Probleme wurde (seinerzeit) an vielen Stellen im Internet empfohlen, die Synchronisation zu deaktivieren, sofern man sie nicht bräuchte. Da ich meine Haupt-Mailbox sowieso nicht vom Smartphone aus prüfe, war mir das recht. Ich ging aber auch davon aus, dass die Sync-Funktion nur den automatischen Abruf beeinflusst. Dem war leider nicht so…

Also aktivierte ich die Synchronisation wieder in den Einstellungen bzw. über die Quick-Settings in der Pulldown-Leiste und siehe da, es wurden wieder eMails abgerufen und angezeigt. In den Sync-Einstellungen der verschiedenen Konten sollte man dieses Feature aber nach eigenen Bedürfnissen einschränken um die Akkulaufzeit nicht unnötig zu gefährden. Die Häufigkeit des eMail-Abrufs kann dort ebenfalls individuell für Haupt- und Nebenzeiten angepasst werden und spart bei ausgedehnten Intervallen Energie.

BoxCryptor

boxcryptor-logo

In einem meiner letzten Beiträge habe ich Euch die zwei Cloud-Varianten vorgestellt. In diesem Artikel möchte ich nun etwas näher auf die Datenspeicherung auf einem externen Server eingehen. Häufig wird der Komfort – überall alles verfügbar zu haben – mehr in den Vordergrund gestellt als die Sicherheit. Kaum jemand der nicht gerade technikaffin ist hat Lust sich mit komplexen Sicherheitslösungen auseinander zu setzen. Als User wird man geradezu eingeladen alles erdenkliche auf fremden Systemen abzulegen und darüber sogar Backups laufen zu lassen. Was dabei gern außer Acht gelassen wird ist die Tatsache, dass die Daten unverschlüsselt irgendwo im Netz gehostet sind, womöglich sogar noch im Ausland wo ganz andere Datenschutzbestimmungen greifen. Übertragen werden die Daten zwar mittels SSL-Verschlüsselung, doch was passiert dann damit? Anbieter wie Dropbox werben damit, dass selbst unter den eigenen Mitarbeitern nur ein eingeschränkter Personenkreis Zugriff auf diese Daten hat. Zudem werden die empfangenen Daten nach eigenen Aussagen verschlüsselt. Doch wie heißt es so schön: Vertrauen ist nicht verkehrt, aber Misstrauen ist auch was wert.

Warum nimmt man das ganze also nicht selbst in die Hand? Was genau? Na, die zu übertragenden Daten vor dem Transfer lokal mit AES 256 Bit zu verschlüsseln! Apropos, dieser Verschlüsselungsstandard ist in den USA zugelassen für Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe. Er sollte somit privaten Ansprüchen allemal genügen 🙂

Sehr anwenderfreundlich gestaltet ist der Umgang mit diesem Algorithmus dank BoxCryptor.

Doch was genau macht BoxCryptor? Zunächst gehe ich davon aus, dass ihr bereits über einen Dropbox-, SkyDrive- oder Google-Drive-Account verfügt und auch schon die jeweilige Sync-Software installiert habt, sprich es gibt für den jeweiligen Dienst einen Ordner auf eurer lokalen Festplatte. Wenn dort alles reibungslos funktioniert, dann kann man sich ans Werk machen.

BoxCryptor gibt es in drei unteschiedlichen Varianten:

  1. Kostenlos (privat), max. ein Laufwerk, keine Dateinamenverschlüsselung
  2. Kostenpflichtig (privat), beliebig viele Laufwerke, mit Dateinamenverschlüsselung
  3. Kostenpflichtig (kommerzieller Einsatz), beliebig viele Laufwerke, mit Dateinamenverschlüsselung

Ich habe mich für die 2. Variante entschieden. Die Software ist jeden Cent wert. Und letztlich geht es um die Sicherheit an der man bekanntlich nicht sparen sollte.

Die Einrichtung von BoxCryptor ist während und nach der Installation selbsterklärend. Das Programm erkennt installierte Cloud-Ordner in der Regel selbstständig. Wichtig ist, dass man bei der Einrichtung eines Laufwerks keinen einfachen Schlüssel auswählt. Folgende Merkmale sollte er aufweisen und beinhalten:

  • Mindestens 35 Zeichen
  • Zahlen
  • Großbuchstaben
  • Kleinbuchstaben
  • Sonderzeichen
  • Kein Begriffe (Stichwort: Wörterbuchangriff)

Ein gutes Beispiel für einen sicheren Schlüssel ist:

UbByA#5VUmtQ_Df@rX5gsuvMx_])Ws9gtbFT*aeNmx-m2a~}XS${@kt_jb)7

Man muss den selbst gewählten Schlüssel nur einmalig erfassen. Nicht nach jedem Neustart. *puh* 😉 Sollte man das Laufwerk einmal trennen oder seinen Rechner neu installieren, dann ist er logischerweise wieder erforderlich. Also gut aufbewahren! Natürlich nicht in der Cloud oder dem verschlüsselten Teil davon selbst. Wurden Daten einmal kryptographiert, ist es ohne den Schlüssel (praktisch) unmöglich, die Daten zurückzugewinnen. Theoretisch wäre es mittels Brute-Force denkbar, aber aufgrund des enormen Zeit- und Rechenaufwands nahezu ausgeschlossen (Stand: heute). Im Zweifelsfall ausdrucken.

Wenn die Einrichtung erfolgreich verlaufen ist, dann solltet ihr im Windows Explorer nun ein entsprechendes Laufwerk erkennen. Dieses Laufwerk  ist gemappt auf einen Unterordner im z.B. Dropbox-Verzeichnis. Alles was man auf dieser (logischen) Festplatte speichert wird im Hintergrund durch Boxcryptor verschlüsselt und im besagten Unterordner abgelegt. Die Sync-Software führt derweil den Upload durch. Wenn ihr euch den Sync-Ordner anseht, erkennt ihr die verschlüsselten Dateien. Der beste Beweis, dass alles sicher in der Cloud verwahrt wird.

Abschließend nochmals der Hinweis, dass die Verschlüsselung ausschlieߟlich über das Laufwerk funktioniert. Nicht wenn man Dateien direkt im BoxCryptor-Ordner ablegt. Und die Datei .encfs6 bitte niemals löschen. Diese wird zwingend benötigt, enthält aber keine sicherheits-kritischen Daten oder gar Hinweise auf den Schlüssel.

Microsoft OneNote Sync

Microsoft_OneNoteWer kennt das nicht? Man ist gerade unterwegs und hat einen genialen Einfall den man aber erst später in die Tat umsetzen kann. Papier und Stift hat man natürlich nicht dabei – wäre ja auch zu altmodisch. Schnell eine Memo im Handy abspeichern? Das hilft zumindest vorläufig. Was aber, wenn man die Idee dann am Rechner umsetzen möchte? Dann hat man nicht unbedingt sein Handy neben sich liegen und stößt erst nach Tagen wieder auf die Memo. Die ganze Sache droht so in Vergessenheit zu geraten. Doch erfreulicherweise haben sich die Entwickler aus Redmond etwas einfallen lassen und gar nicht mal so schlecht in die Realität umgesetzt. Die Rede ist von Microsoft OneNote.

OneNote ist ein selbstständiges Programm und Teil der MS Office-Suite. Es ist so simpel wie genial und erleichtert das tagtägliche Leben enorm. Doch wie geht das? Normalerweise werden die Notizbücher lokal auf dem Rechner abgespeichert. Das bringt uns reichlich wenig wenn wir unterwegs mit dem Smartphone etwas nachschlagen wollen. Die Lösung ist ein Cloud-Sync. Dazu benötigt man zunächst ein Microsoft-Konto. Das ist kostenlos, genau wie die 7 Gigabyte Speicherplatz. Wenn ihr bereits über ein XBox-Live-Konto verfügt, dann könnt ihr auch dieses nutzen.

Wenn ihr mit der Anmeldung durch seid, installiert noch schnell die SkyDrive-Software. Diese legt einen lokalen Sync-Ordner auf eurer Festplatte an und dieser wird in regelmäßigen Abständen mit der „Wolke“ abgeglichen. Als nächstes müsst ihr OneNote noch sagen, dass es das Notizbuch zukünftig online speichern soll. Das macht ihr bei geöffnetem OneNote über Datei / Freigeben / Freigeben in: Web. Nach Eingabe der richtigen Login-ID und des Passworts sollte die Kontaktaufnahme erfolgreich verlaufen. Ab diesem Zeitpunkt werden die Notizen online gespeichert.

Solltet ihr ein iPhone oder iPad haben, müsst ihr Euch OneNote noch im Appstore von Apple laden, Android-Nutzer steuern Google Play an. Die App ist bis 500 Notizen kostenfrei. Das sollte aber für’s erste (wenn überhaupt) reichen. Werbung gibt es bei der Lite-Version erfreulicherweise keine. Was mir aber in dem Zusammenhang aufgefallen ist: Die iOS-Vollversion kostet satte 10 EUR mehr als die Android-Variante. Aber wie gesagt …. (vorerst) überflüssig.

Wenn ihr die App startet, werdet ihr auch hier wieder nach der Login-ID und dem Kennwort gefragt. Wenn alles erfolgreich war, solltet ihr das Notizbuch nun auf eurem mobilen Gerät betrachten und ändern können. Ab sofort könnt ihr unterwegs Ideen aufzeichnen und zu Hause am PC umsetzen. Mir hat es schon in wenigen Wochen gute Dienste geleistet. 🙂